LSV SW e. V.      
Leipziger Sportverein Südwest e. V.
Abteilung Turnen


Geschichte unserer Abteilung

Unser Verein wurde 1948 als Betriebssportgemeinschaft "Eisen und Stahl Leipzig" mit 5 Sektionen gegründet. Heute nennt sich unser Verein "Leipziger Sportverein Südwest e. V." (kurz: LSV SW) und besteht aus 12 Abteilung, mehr dazu auf der Seite des Vereins.

Die Abteilung der Turner erhielten bei der Gründung als Trainingsstätte die 1929 erbaute Turnhalle in der Breitschuhstraße 17 (ehemals Triftstraße) und beseitigten die Kriegsschäden selbst. Die Qualitätsarbeit ist heute noch zu bewundern.

Der Trainingsbetrieb begann mit Gymnastik und Akrobatik und bald auch mit Gerätturnen. Die Organisation der Übungsstunden war so vorbildlich, dass sogar die DHfK hospitierte.

Bald stellten sich auch erste Erfolge bei Wettkämpfen ein und damit wurde unser Verein bekannt.

Nach Auftritten der Akrobaten in der Landessportwerbegruppe wurde eine eigene Sportwerbegruppe gebildet. Dieser Gruppe gehörten an: Akrobaten, Turner und Turnerinnen, Gymnastinnen, Kunstradfahrer, 1 Rollschuhläuferin, Volkstanz, Chor und Schallmeienkapelle. Durch diese wurde unser Verein auch außerhalb der Landesgrenzen bekannt.

Ein unvergessliches Ereignis war für die Mitglieder der Sportwerbegruppe ein gemeinsamer Auftritt von West und Ost in Heilenrode. Die einheimischen Sportler hatten keinen Schwebebalken. Nach dem Auftritt überreichten die Leipziger Sportler ihren Schwebebalken als Freundschaftsbalken dem Verein zur Erinnerung und fürs Training an dem neuen Gerät.

An allen 7 Deutschen Turn- und Sportfesten von 1954 bis 1983 in Leipzig nahmen Sportler unseres Vereins teil, nicht nur an den Massenübungen, sondern auch an den Wettkämpfen.

Hervorragende Leistungen brachten vor allen die Akrobaten mit Meistertiteln und Medaillen zu internationalen Wettkämpfen. Dazu trugen wesentlich die Sportfreundinnen Karla Dubb, Margit Claus und Bärbel Schulz bei.

Auch die Gymnastikgruppe erzielte gute Ergebnisse, wie z. B. die Bronzemedaille zu den Weltfestspielen in Berlin.

Ohne die ausgezeichneten Übungsleiter wären diese Erfolge nicht denkbar gewesen. Überhaupt bestand kein Mangel an Übungsleitern, obwohl alle berufstätig waren. Durch geregelten Feierabend und Freistellungen von der Arbeit war der Übungsbetrieb gesichert.

Heute ist eine Übungsleitertätigkeit bei den Kindern am Nachmittag kaum noch möglich, da die Übungsleiter vor 17 Uhr nicht in der Halle sein können. Deshalb muss immer wieder auf die Älteren und Arbeitslosen zurückgegriffen werden. Die Qualität der Übungsstunden kann dadurch nicht verbessert werden.

Nach der Wende ging unsere Mitgliederzahl stark zurück. Hauptgründe waren die gestiegenen Beiträge, die sich viele durch Arbeitslosigkeit nicht leisten konnten und andere attraktive Sportangebote, die jüngere Leute mehr reizten als unsere alte Turnhalle.

Inzwischen halten sich Zu- und Abgänge annähernd die Waage. Wir haben über 200 Mitglieder, die in 8 Gruppen trainieren:

  • Vorschulkinderturnen (3- bis 6-Jährige)
  • Akrobaten (ab 5 Jahre)
  • Turnen (1. bis 5. Klasse)
  • Popgymnastik (für alle)
  • Step-Aerobic (für alle)
  • Walking (für alle)
  • Allgemeine Gymnastik (ab 50 Jahre)
  • Seniorengymnastik (ab 50 Jahre)

Leider gibt es kein Männerturnen mehr.

Den größten Zuspruch hat die Popgymnastik für die jüngeren Frauen mit 50 Mitgliedern. Die Turnhalle reicht gerade noch aus, da meistens nicht alle kommmen.

Auch die Seniorengruppe ist sehr beliebt, da die Übungsstunde bereits 16 Uhr beginnt. Sie besteht zur Zeit aus 22 Frauen.